Am 16. Februar 1826 wurde Joseph Victor Scheffel in Karlruhe geboren. Es ist die Zeit der Spätromantik. Auf dem Buchmarkt erscheinen Eichendorffs Novelle „Aus dem Leben eines Taugenichts“ und Wilhelm Hauffs historischer Roman „Lichtenstein“. Beide Erzählungen wird er im Laufe seiner Schulzeit kennen gelernt haben. Denn im Hause Scheffel wurde gerne gelesen. Josephs Großmutter war eine begeisterte Erzählerin und seine Mutter schrieb selbst.

Die Scheffel-Freunde gratulieren
zum 193. Geburtstag.
24 Jahre später verschlug es den Rechtspraktikanten im tiefsten Winter an den entlegenen südlichen Rand des Großherzogtums Baden. Die „Erste Epistel in die Heimat“ vom 6. Januar 1850 beginnt mit den Worten:
Also in Säckingen! – Heute vor acht Tagen um Mitternacht habe ich meinen Einzug gehalten.
[…] Das erste Wesen, was ich allhier ansichtig wurde, war ein biederer Hausknecht, der sich nach einigen Pausen meiner erbarmte und mich mit dem Koffer in die Stadt Säckingen herein auf den Marktplatz vor das Gasthaus zum „Chnopf“ führte.
